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Heideblüte und Bienenbrummen

Wenn von Ende Juli bis September in Schleswig-Holstein die Heide blüht, dann wimmelt es hier von Leben. Scharen von Blütenbesuchern suchen das umfangreiche Blütenangebot als Nahrungsquelle für sich oder ihre Nachkommen auf. Diese individuenreichen Vorkommen wiederum sind Nahrungsgrundlage für kleine wie große Räuber oder parasitische Arten.

Heiden gibt es nicht nur in der Lüneburger Heide in Niedersachsen. In Schleswig-Holstein bedeckten sie einst 17 % der Landesfläche. Ausgedehnte Heideflächen finden wir heute vor allem auf den nordfriesischen Inseln. Im Binnenland finden sich sehenswerte Bestände zum Beispiel in der Binnendünen- und Moorlandschaft in der Region Sorgwohld. Die meisten unserer Heiden sind nicht natürlichen Ursprungs, sondern Folge des Wirken des Menschen. Heiden, die heute deutlich weniger als 1 % der Landesfläche  einnehmen, sind eine Schatzkiste der Natur, die eine Fülle gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, so auch zahlreiche Bienenarten beherbergen. Auffällig sind im Hochsommer neben der oft zahlreich vertretenen Honigbiene die umfangreichen Vorkommen der verschiedenen Hummelarten. Nahrungsspezialisten unter den Wildbienen, die auf die Besenheide als Pollenquelle spezialisiert sind, sind die gefährdeten Arten, Heide-Sandbiene und Heide-Seidenbiene, die in vielen Heiden noch regelmäßig zu beobachten sind.